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    10 Gründe für eine Reise nach Myanmar

    Geschrieben von Anja| 10 November 2014

    Warum sollten Sie eine Reise nach Myanmar machen? Produktmanagerin Anja war dort und gibt Ihnen zehn gute Gründe, warum Sie das Land der Pagoden auch einmal besuchen sollten!

    10. Sonnenuntergänge

    Das sagenumwobene Tal der Tempel in Bagan umhüllt von goldenem Licht, die berühmte U Bein Brücke mit ihrem regen Treiben … kaum ein Myanmar Reisender lässt sich das romantische Spektakel an einer dieser beliebten Sehenswürdigkeiten entgehen. Doch es gibt noch ganz andere Orte in Myanmar, die ebenso atemberaubende Sonnenuntergänge bei gleichzeitig viel weniger Trubel vorweisen können! Genießen Sie zum Beispiel den Sonnenuntergang in Mawlamyine zusammen mit einheimischen Jugendlichen, die sich hier zum Händchenhalten treffen – abseits der strengen Blicke ihrer Eltern und Großeltern. Oder beobachten Sie, wie die Sonne über einer der einst vier reichsten Städte der Welt – Mrauk U – untergeht.

     

    Sonnenuntergang in Mawlamyine
    Sonnenuntergang in Mawlamyine

    9. Feste feiern

    Die Menschen in Myanmar lieben es zu feiern und so gibt es fast das ganze Jahr über viele verschiedene Feste. Einzig und allein während der dreimonatigen buddhistischen Fastenzeit (fällt jedes Jahr auf die Regenzeit) ist es nicht erlaubt zu feiern – selbst Hochzeiten sind dann verboten. Umso ausgelassener sind die Feierlichkeiten, die das Ende der Fastenzeit bedeuten. Das Phaung Daw Oo Pagoda Festival gehört sicherlich zu den berühmtesten Festen, für das die Burmesen aus allen Ecken des Landes zum Inle See reisen. Während der dreiwöchigen Feierlichkeiten werden vier Buddhastatuen, die mit so viel Blattgold bedeckt sind, dass man ihre ursprünglichen Formen nicht mehr erkennen kann, auf einem königlich anmutenden Schiff in einer lauten und fröhlichen Prozession von Dorf zu Dorf gefahren.

    Beim Phaung Daw Oo Pagoda Festival
    Beim Phaung Daw Oo Pagoda Festival

    8. Essen

    Am Essen in Myanmar scheiden sich die Geister. Die einen sind begeistert, die anderen finden es zu kalt, zu fettig und zu fad. Auch ich hatte auf meiner Reise das ein oder andere Gericht, auf das ich gerne verzichtet hätte, aber dennoch zähle ich mich zu den Anhängern der burmesischen Küche. Besonders angetan haben es mir die Salate, die kaum etwas mit den uns geläufigen Salaten gemein haben. Meine drei persönlichen Highlights waren der Tomatensalat mit knusprigem Erdnussdressing, der Ingwersalat und der Salat aus eingelegten Teeblättern. Unsicher, was Sie bestellen sollen? Mit Shan Nudeln sind Sie auf der sicheren Seite.

    Restaurant in Bagan
    Tipp: Das Star Beam Restaurant in New Bagan

    7. Gelebte Religion

    Ich bin schon durch dutzende Länder gereist und habe mehrere Jahre im Ausland verbracht und doch habe ich noch kein Land erlebt – egal ob vom Christentum, Islam oder Buddhismus geprägt – in dem die Religion einen so großen Stellenwert im Alltag hat, wie in Myanmar. Tag für Tag gehen die Burmesen in die Tempel und beten oder bringen Opfer (z.B. Obst und Reis) in ihren Hausschreinen dar. Sie spenden Geld, Blattgold und Nahrungsmittel oder meditieren und achten stets darauf, gutes Karma durch gute Taten anzuhäufen. Um dies zu erreichen, sollte man zum Beispiel keine Lebewesen töten. Daher genießen Vegetarier in Myanmar hohes Ansehen. Dieser Grundsatz wird von einigen Gläubigen ausgesprochen intensiv gelebt. Bei der Shwedagon Pagode habe ich beobachtet, wie Mönche beim Umrunden der Stupa vor jedem Schritt den Boden vorsichtig kehrten und vor jedem Atemzug die Hand vorm Mund hielten. Auf diese Weise vermieden sie es aus Versehen auf ein Lebewesen zu treten oder eins einzuatmen. Ganz nach der Devise „Tu Gutes und sprich darüber“ darf jeder, der eine gute Tat vollbracht hat, einen der vielen Gongs in den Tempeln läuten.

    betende Buddhistin in Myanmar
    In Myanmar wird Religion aktiv gelebt

    6. Imposante Monumente

    Myanmar hat eine Vielzahl an wunderschönen, imposanten und einzigartigen Bauwerken. Dabei mögen einem vielleicht die vielen Tempel in Bagan, die Shwedagon Pagode in Yangon und der Goldene Fels in Kyaiktiyo in den Sinn kommen. Aber auch andere Gebäude und Monumente brauchen sich davor nicht zu verstecken. Die koloniale Architektur in Mawlamyine gefällt mir zum Beispiel so gut, dass die Stadt auf meiner persönlichen Rangliste mittlerweile den ersten Platz als charmantestes südostasiatisches Städtchen belegt. Auch die Tempelanlagen in Mrauk U haben mich begeistert. Sie sehen komplett anders aus als die übrigen religiösen Anlagen in Myanmar. Wer sich für Buddha-Figuren interessiert, der kommt in den Pindaya Höhlen in der Nähe von Kalaw voll auf seine Kosten.

    Glockenförmiger Tempel in Mrauk U
    Glockenförmiger Tempel in Mrauk U

    5. Malerische Landschaften

    Landschaftlich hat Myanmar viel zu bieten. Sanfte Hügel bei Kalaw, die ein Netz aus ockerfarbenen, goldenen und leuchtend grünen Feldern umhüllen; der idyllische Inle See, umrahmt von Gebirgsketten und Hpa An mit seinen eindrucksvollen Flusspanoramen und Kalksteinfelsen, die einige Reisende an Vang Vieng in Laos oder Guilin in China erinnern. Dies sind natürlich nur einige wenige Beispiele. Mit einer Fläche von mehr als 670000 km² ist Myanmar doppelt so groß wie Deutschland und kann somit eine große Vielfalt an Landschaftsformen vorweisen– vom tropischen Regenwald bis hin zu wüstenähnlicher Vegetation.

    Panoramablick bei Hpa An
    Panoramablick bei Hpa An

    4. Gold, Gold und noch mehr Gold…

    Als Reisender in Myanmar kommt man leicht ins Staunen über das viele Gold, das einem überall entgegen glitzert. Insbesondere die Bevölkerung – egal ob einfacher Landarbeiter oder wohlhabender Unternehmer – trägt zum goldenen Antlitz des Landes bei. Großzügige Spenden im jetzigen Leben versprechen ein besseres Leben nach der Wiedergeburt und so lassen es sich die Menschen in Myanmar nicht nehmen, Pagoden, Buddha Figuren und sogar (heilige) Felsen mit Blattgold einzudecken. Das Stiften von Blattgold kann in Myanmar auf eine lange Tradition zurückblicken. Durch das jahrelange Auftragen des Goldes sind einige Buddha Figuren schon fast vollständig entfremdet. Aber nicht nur Figuren und Monumente werden mit Gold verziert. Im Kloster Arlay Ngar Sint in Yangon ist der Körper eines Mönches aufgebahrt, der sich nach seinem Tod hat vergolden lassen und deswegen heute verehrt wird.

    Die Shwedagon Pagode
    Die Shwedagon Pagode in Yangon

    3. Faszinierende und ungewöhnliche Bräuche

    In Myanmar leben 135 verschiedene Ethnien, die das Land mit ihren unterschiedlichen Sprachen, Traditionen und Bräuchen bereichern. In der Shan Provinz leben unter anderem die Akha, die Animisten sind und sich vor Wassergeistern fürchten. Aus diesem Grund haben sie Geisterfallen an jedem Dorfeingang angebracht. Auch Kopfjäger gibt es in Myanmar – wobei man zugegebenermaßen davon ausgeht, dass diese Tradition in den letzen 20 Jahren nicht mehr praktiziert wurde. Die Naga, ein Volksstamm an der Grenze zu Indien, gingen der Kopfjagd nach, um ihr Ansehen in der Dorfgemeinschaft zu erhöhen. Eine der größten Volksgruppen Myanmars sind die Chin. Der wohl bekannteste – aber nicht mehr praktizierte – Brauch dieses Volkes ist es, die Gesichter der Mädchen im Alter von etwa sieben Jahren zu tätowieren. Dieser schmerzhafte Brauch wurde vor vielen Jahrzehnten von der Regierung verboten. Heute sieht man aber noch einige ältere Damen mit den Gesichtstätowierungen.

    tättowierte Chin Frauen
    Chin Frauen in einem Dorf unweit von Mrauk U

    2. Wie Thailand vor 50 Jahren

    An sich widerstrebt es mir ein Land mit einem anderen zu vergleichen, da kein Vergleich der Einzigartigkeit eines Landes wirklich gerecht werden kann. An vielen Stellen findet man jedoch den Vergleich von Myanmar mit dem Thailand von vor 50 Jahren, der auf die Ursprünglichkeit und Authentizität des Landes anspielt. Dem kann ich zustimmen. Insbesondere bezogen auf die weniger touristischen Gebiete, wie die Mon, Kayin und Rakhine Staaten. In welch anderem Land findet man noch Städte wie Thazi, in denen Pferdekutschen als Taxi geläufiger sind als Autos? Wo sich Frauen am Fluss versammeln, um ihre Wäsche zu waschen und die Kinder währenddessen in den Wellen plantschen? Wo Felder noch ausschließlich per Hand und Ochsenkarren bestellt werden und wo sich Hühner, (Hängebauch-) Schweine, Kühe oder Ziegen in den Dörfern frei bewegen? Aber auch in Myanmar hält der Fortschritt Einzug – teils auf überraschende und charmante Weise. Zum Beispiel haben sich einige Dörfer, die nicht ans Stromnetz angeschlossen sind Solarzellen angeschafft, um Glühbirnen – oder auch Fernseher  – nutzen zu können.

    Pferdekutsche Thazi
    Ein “Taxi” in Thazi

    1. Herzliche Menschen und ehrliche Gastfreundschaft

    Das absolute Highlight meiner Reise durch Myanmar war für mich die Begegnung mit den Menschen. An kaum einem anderen Ort ist mir so viel Herzlichkeit und Gastfreundschaft entgegengebracht worden. Gerne denke ich an den stoischen, tätowierten Hafenarbeiter zurück, der plötzlich ein riesiges Grinsen auf dem Gesicht trug, das in Asien so beliebte Victory Zeichen machte und kokettierend für meine Kamera posierte. An das Kind, das zuerst einen Schreck bekam als es mich erblickte, mich dann schüchtern hinter den Beinen seiner Mutter beobachtete und – nach vielem Lächeln und Winken meinerseits – mir schließlich eine Mandarinenspalte schenkte. An eine Gruppe mütterlicher Frauen in der Shwedagon Pagode, die mich wildgestikulierend mit zu sich nach Hause nehmen wollten und, als ich dankend ablehnte, mich eine viertel Stunde lang umarmten, auf die Wangen küssten und für Bilder mit mir posierten.

    Freundliche Familie in Yangon
    Picknick mit frischem Obst