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    Weinberge Nyaung Shwe Inle See Weinprobe

    Nyaung Shwe: Mehr als nur das Tor zum Inle See

    Inle See Bootstour Kayak

    Mit dem Kayak auf dem Inle See

    Das lebhafte Städtchen Nyaung Shwe wird als das „Tor zum Inle See“ bezeichnet. Hier starten die meisten Touren zum Inle See und es gibt eine große Auswahl an Unterkünften, Restaurants sowie Ausflugsmöglichkeiten. Reisespezialistin Alena berichtet von ihren Erlebnissen an diesem spannenden Ort.
    Bei unserer Reiseplanung entscheiden mein Freund und ich uns, eine zusätzliche Nacht in Nyaung Shwe zu verbringen, um die spannende Gegend detaillierter zu erkunden.
    Am ersten Tag unseres Aufenthalts unternehmen wir die „Pflicht“-Bootstour auf dem Inle See, während welcher wir die einzigartige Infrastruktur des Sees mit seinen schwimmenden Dörfern, Tempeln, Werkstätten und Tomatenplantagen kennenlernen. Zu Mittag gibt es eine leckere Shan-Suppe bei einer einheimischen Familie direkt am See. Nach dem Ausflug geht es zurück nach Nyaung Shwe, wo wir direkt eine Entscheidung treffen müssen, nämlich wo wir am besten zu Abend essen!

    Das erste Abendessen in Nyaung Shwe

    Abendessen Nyaung Shwe Restaurant

    Unser Abendessen in Nyaung Shwe

    Wie bereits erwähnt, ist Nyaung Shwe reich an Restaurants und Bars, die unterschiedliche Geschmäcker treffen. In unserem Reiseführer lese ich einen Kommentar von meinem Kollegen John, der im Vorjahr nach Myanmar gereist ist: Ich solle bitte das thailändische Restaurant „Green Chili“ besuchen und mir dort einen Salat aus fermentierten Tee-Blättern bestellen. Da sich der Hunger bereits lauthals bei uns meldet, spazieren wir direkt zum Restaurant und lassen es uns dort mit Frühlingsrollen, scharfem Curry, lokalem Bier und natürlich dem Teeblättersalat gut gehen.

    Nach dem Frühstück am nächsten Tag begeben wir uns auf die Suche nach Fahrrädern: Heute wollen wir mit dem Rad um den See fahren. An der Rezeption unseres Hotels haben wir eine Karte bekommen, auf der die sehenswerten Orte gekennzeichnet sind.

     

    Fahrradtour Nyaung Shwe Inle See

    Mit dem Fahrrad um den Inle See

    Unsere Fahrradtour um den Inle See

    In Nyaung Shwe gibt es zahlreiche Fahrradverleihe. Für umgerechnet fünf Euro bekommen wir jeweils ein Fahrrad mit einem Korb vorne für einen ganzen Tag. Alternativ gibt es Mountain Bikes, die für den doppelten Betrag zu haben sind. Beim Fahrradverleih müssen wir lediglich den Namen unseres Hotels nennen, wir müssen weder unsere Reisepässe vorzeigen noch wird eine Pfandgebühr verlangt. Alles basiert eben auf Vertrauen.
    Der Tag wird heißer, deswegen hole ich mir als Erstes einen hübschen Strohhut für zwei Euro. Die Fahrradtour kann nun beginnen!
    Die Gegend um den Inle See ist hügelig und die Fahrradtour bei hohen Temperaturen kann herausfordernd sein. Es empfiehlt sich daher, reichlich Wasser, Sonnencreme und Kopfbedeckung (für die ich bereits gesorgt habe) mitzunehmen. Nach knapp 40 Minuten erreichen wir unseren ersten Stopp – die heißen Quellen Khaung Daing.

     

    Heiße Quellen beim Inle See

    Heiße Quellen Inle See Nyaung Shwe Khaung Daing

    Entspannt in den heißen Quellen Khaung Daing

    Der Eintritt zu den Quellen kostet 10.000 Kyat oder 10 USD. Es gibt hier getrennte Bereiche für die Einheimischen und Touristen. Die Anlage sagt uns von Anfang an nicht wirklich zu: Sie sieht in die Jahre gekommen aus und wirkt nicht gepflegt. Die Liegen und heißen Bäder sind in Ordnung, Duschen und Umkleidekabinen sind allerdings nicht schön. Nun haben wir aber den Eintritt bezahlt und bleiben hier… mit einem Buch und Getränken in der Hand.

    Nach der „heißen“ Entspannung geht es für uns weiter in das Dorf Khaung Daing, von wo aus wir ein Boot zur anderen Seite des Inle Sees nehmen. Im Dorf winken uns die Bewohner freundlich zu und haben auch nichts gegen ein Foto.

     
     

    Dorfbewohner Inle See

    Freundliche Dorfbewohner in Khaung Daing

    Landleben und Bootsfahrt auf die andere Seite

    Einige lokale Fischer haben es sich zum Beruf gemacht, die Touristen zum anderen Ufer zu bringen. Hier sollte man allerdings mit den Preisen aufpassen. Normalerweise kostet die Überfahrt um die 8.000 – 10.000 Kyat. Nach der erfolgreichen Verhandlung mit unserem Fahrer haben wir unsere Fahrräder auf das Boot geladen und treten unsere entspannte zwanzigminütige Bootsfahrt an. Meinen Hut muss ich wegen des Fahrtwinds vorsichtshalber ablegen. Die Sonne spielt auf dem Wasser… eine tolle Kulisse, dieser von Bergen umringte Inle See.
    Angekommen an der anderen Seite verabschieden wir uns von unserem Bootsfahrer und laufen über einen langen Steg zum Festland. Wir sind im Dorf Mine Thauk, es ist Nachmittag und gerade ist die Schule vorbei. Also laufen zahlreiche Schüler in ihrer weiß-grünen Uniform und mit Hängetaschen über der Schulter nachhause. Wir fahren weiter durch die grünen Zucker- und Bananenplantagen Richtung Nyaung Shwe. Unser nächstes Ziel ist ein Weingut, das Weinverkostungen und auch leichtes Essen anbietet.

    Dorfleben Inle See Nyaung Shwe

    Quirlige Straße am Rande Inle Sees

    Eine besondere Weinverkostung

    In der Gegend vom Inle See gibt es zwei Weingüter. Das Weingut Aythaya befindet sich in Taunggyi und kann während einer Tagestour mit einem Fahrer von Nyaung Shwe aus besucht werden. Es ist schon Nachmittag und wir sind mit Fahrrädern unterwegs, also entscheiden wir und für das Weingut Red Mountain, das wenige Radminuten von Nyaung Shwe entfernt liegt.
    Von der Straße aus geht es ziemlich steil bergauf, so dass wir unsere Fahrräder schieben müssen. Auf dem Berg befindet sich ein Restaurant, wo wir uns etwas zu essen bestellen. Natürlich darf eine Weinprobe nicht fehlen: Für 3.000 Kyat gibt es vier verschiedene Weine zum Probieren. Nach dem Essen setzen wir uns auf eine Bank draußen und genießen die malerische Aussicht über die grünen Weinberge. Nachdem die Sonne untergegangen ist, machen wir uns auf den Weg zurück nach Nyaung Shwe.

     

    Weinberge Nyaung Shwe Inle See Weinprobe

    Tolle Aussicht vom Red Mountain Weingut: So lässt sich ein Abend gut ausklingen

    Entspannung in Nyaung Shwe

    Nach unserer abenteuerlichen Fahrradtour in der Hitze sind wir nun ziemlich fertig und sehnen uns nach einer Massage. Burmesische Massage ist vielleicht nicht so bekannt, wie die thailändische, doch ebenso entspannend und tonisierend. Nach Empfehlung unseres Hotels gehen wir in ein lokales Haus am Rande Nyaung Shwes. Von draußen sieht die Hütte ganz „normal“ aus. Drin werden wir herzlich begrüßt und es wird uns ein leckerer grüner Tee eingeschenkt. Nun sind wir dran und werden in den Massageraum gebeten. Es ist eine Bambushütte mit zwei Matratzen auf dem Boden. In der Ecke werden Räucherstäbchen verbrannt, damit die Gäste von Moskitos nicht gestört werden. Während der einstündigen Massage unterhalten sich die Masseurinnen in ihrer Sprache, was dem Moment eine weitere Besonderheit verleiht.
    Nach der Massage ist unsere Erschöpfung wie weggeblasen und wir spazieren über die beleuchteten Straßen Nyaung Shwes. Unterwegs spricht uns ein nettes Restaurant Sin Yaw 2 mit seiner Terrasse an. Wir setzten uns hin und bestellen und ein paar Cocktails, um den tollen Tag abzurunden.

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