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    die hügelige Landschaft zwischen Kalaw und dem Inle-See

    Durch Feld und Flur in Myanmar …

    Geschrieben von Mark| 16 Juli 2017

    Drei Wochen sollte die Rundreise durch Myanmar für meinen Freund und mich dauern und wir wollten unbedingt auch ein aktives Element einbauen. Da wir einen Zwischenstopp in Kalaw geplant hatten und wir sowieso den Inle-See besuchen wollten, haben wir uns für die die zweitägige Wanderung von Kalaw zum Inle-See entschieden.

    Blick auf die Landschaft zwischen Kalaw und dem Inle-See

    Unterwegs auf Feldwegen zwischen Kalaw und dem Inle-See

    Die grünen Hügel um Kalaw

    Schon die Ankunft in Kalaw am Tag zuvor vermittelte uns einen ersten Eindruck, wie reizvoll die Umgebung ist. Wir kamen gerade aus Bagan- gelegen in einer flachen und steppen-artigen Landschaft – und obwohl wir im August, also in der Regenzeit unterwegs waren, war unser Aufenthalt in Bagan von Trockenheit und heißem sonnigen Wetter geprägt. In Kalaw schien es uns hingegen, als wären wir in einer anderen Klimazone angekommen. Eine hügelige Landschaft in sattem Grün – hier zeigte die Regenzeit also wirklich den Einfluss auf die Umgebung! Darauf wiesen auch bedrohlich wirkende Wolkenformationen hin, die so manche Hügel verdeckten.

    Nun, wir waren darauf eingestellt und hatten natürlich Regenjacken im Gepäck dabei. Allerdings: wer bei tropischen Temperaturen im Regen schon mal eine Regenjacke getragen hat weiß, wie ungemütlich das sein kann. Wir machten diese Erfahrung und kauften uns für wenige Dollar Regenschirme – so war dem Regen Einhalt geboten und wir konnten trotzdem sommerliche Kleidung tragen.

    Eindrücke während der Wanderung

    Eindrücke während der Wanderung

    Wir wurden also zum Startpunkt der Wanderung gefahren- in etwa 1,5 Stunden Fahrt mitten in die hügelige Umgebung von Kalaw. In einem unscheinbaren kleinen Ort haben wir uns dann vom Fahrer verabschiedet und begrüßten unseren Koch der uns begleiten sollte. Das fühlte sich schon sehr exklusiv an– unser eigener Guide namens Ngaing, sowie ein eigener Koch, der vorauslaufen sollte, um das Essen für unsere Mittagspausen und unsere Übernachtungsstätte auf die abendliche Ankunft vorzubereiten.

    Und dann ging es auch schon los!

    traditionelle Landwirtschaft zwischen Kalaw und dem Inle-See

    traditionelle Landwirtschaft in Myanmar

    Manch einer denkt zunächst an Wanderwege durch üppige Natur und tropisches Unterholz; die Luft voll süßlicher Gerüche und exotische Tiergeräusche.

    Vielmehr ging es aber die meiste Zeit durch eine dünn-besiedelte, landwirtschaftlich genutzte hügelige Landschaft. Aber das war nicht minder interessant für uns. So haben wir viel über das Leben der burmesischen Bauern gelernt (die immer noch den Großteil der Bevölkerung Myanmars stellen) und waren zutiefst beeindruckt, wie viel Zeit sie draußen auf den Feldern verbringen. So konnten wir den Bauern zusehen, wie sie mit Ochsenkarren die Felder pflügten und im knöcheltiefen Wasser Reis pflanzten.

     

    Neugierige Kinder, während die Mütter auf dem Feld arbeiten

    Neugierige Kinder, während die Mütter auf dem Feld arbeiten

    Interessant war die Erkenntnis, wir stark die gesamte Familie in die Feldarbeit mit eingebunden ist. Frauen, Kinder und Männer waren in den Feldern aktiv, während die ganz kleinen Kinder und Babies in Tüchern auf dem Rücken getragen wurden oder unter Planen als Schutz gegen die Sonne abgelegt wurden.

    Während der Wanderung hatten wir viel Zeit, uns mit unserem Guide Naing zu unterhalten, der etwas jünger war als wir und ein aufgewecktes, offenes Wesen hatte. Wir waren dadurch wirklich auf Augenhöhe, was die Zeit zusammen sehr angenehm machte.

     

    Wandern in der Regenzeit

    Wandern zwischen Reisterassen auf dem Weg von Kalaw zum Inle-See

    Zwischendurch wurde entlang der Reisterrassen balanciert

    Die Wege waren oft sehr matschig, sodass uns unsere Wanderschuhe mit gutem Profil nicht mehr viel genutzt haben. Während der gelegentlichen, kurzen Regengüsse stellten wir uns unter Bäume oder suchten Schutz in den Eingängen kleiner Hütten am Wegesrand.

    Hier und da wurde es abenteuerlich und wir mussten über schmale Erdwälle zwischen den Reisterrassen balancieren und so manchen reißenden Bach überqueren, der durch die Regenfälle angeschwollen war (dies geschah meistens von Stein zu Stein springend; einmal musste ein kleiner Baumstamm als Brücke herhalten).

     

     

    Angekommen am Homestay während des Trekkings zum Inle-See

    Ankunft bei einer lokalen Familie für die Übernachtung

    Übernachtung im Homestay

    Für unsere Übernachtung sind wir in einem Dorf eingekehrt, wo mehrere Familien Schlafplätze für Reisende eingerichtet haben. Wir wurden herzlich empfangen, obwohl die Familie recht schüchtern war; mit unserem Guide als Übersetzer kamen wir aber schnell in die ersten Gespräche rein.

    Erwartungsgemäß war die Bleibe eher schlicht: eine Matratze auf dem Boden mit einer Decke und eine offene Waschhütte hinter dem Haupthaus, wo man zum Duschen kaltes Wasser aus Regenfässern genutzt hat – die Dusche war auf jeden Fall sehr belebend!

    Und abends waren wir so müde, dass uns die Matratzen vollkommen ausreichte. Unser Koch hat uns abends ein vorzügliches Essen gekocht und uns später zu sich in die Kochhütte eingeladen, um einen selbst gebrannten Schnaps zu probieren – mir hat es allerdings ausgereicht, einmal daran zu nippen.

    Der nächste Tag: durch Dörfer und über Hügel

    Morgens trafen wir Schulkinder mit den für den Shan-Staat typischen Taschen

    Der nächste Tag führte uns zunächst durch einige Dörfer. Teilweise liefen wir mit Kindern zusammen, die auf dem Weg zur Schule waren. Unser Guide hat dann arrangiert, dass wir mal einen Blick in eine Schule werfen konnten.

    Hier haben wir dann auch die Schulhefte und Stifte abgegeben, die wir zuvor in Yangon in einem Schreibwarenladen gekauft haben.

    Gegen Mittag ging es etwas bergauf und dann durch dichtes Unterholz wieder bergab – wir haben einen der Hügel überquert, die den Inle-See wie einen Kessel umgeben.

    Zwischen den Baumwipfeln konnten wir bald die im Sonnenlicht glitzernde Oberfläche des Inle-Sees sehen- wir waren schon aufgeregt! Das Ziel der Wanderung lag vor uns. Da haben uns die penetranten Mücken auf dem dicht bewaldeten Hügel gar nicht mehr so sehr gestört.

     

    Ein Bauernhaus mit Feldern in der Nähe des Inle-Sees

    In der Nähe des Inle-Sees kommen wir an den ersten Bauernhäusern vorbei

    Später, wieder im flachen Land, ging es durch dichte Bambushaine und die Gegend war zunehmend bewohnter. Da tauchten auch schon die ersten Wasserkanäle auf, die rund um den Inle-See ein weitverzweigtes Netz bilden. Bauern in grob geschnitzten Einbaum-Kanus ruderten gemächlich durch die Kanäle oder waren auf ihren kleinen Feldern beschäftigt.

    Schließlich wartete an einem der Kanäle ein Boot auf uns. Wir klopften unsere Schuhe ab- die Wanderung war zu Ende. Nun begann das Abenteuer Inle-See.

     

     

     

    Was bleibt zu sagen?

    Aufgrund der landschaftlichen Vielfalt der Region um Kalaw und der Nähe zum beliebten Inle-Sees ist die zweitägige Wanderung sehr populär. Zum Glück gibt es keine feste Route für die Strecke, auf der jeder entlang wandert; vielmehr gibt es viele Möglichkeiten zum Inle-See zu gelangen: auf Feld- und Waldwegen, zwischen Reisterrassen entlang, durch Bambushaine, Felsschluchten und kleine Dörfer. Dieses intensive Erleben des ländlichen Lebens entlang der Hauptreiseroute machen die Wanderung zu einem besonderen Erlebnis, welches man gut mit anderen Highlights kombinieren kann. Wir waren froh, die Reise in der Regenzeit gemacht zu haben – dann sind nämlich wesentlich weniger Touristen in Myanmar unterwegs – somit haben wir nur sehr wenige andere Touristen während der Wanderung, ja eigentlich während der gesamten Reise gesehen.

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