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    Shwedagon Paya in Yangon

    Die berühmte Shwedagon Pagode in Yangon

    Myanmar Erfahrungen: Reisebericht Sommer 2013

    Die Reisevorbereitungen starteten bereits in dem Moment, in dem wir uns dazu entschlossen hatten, Myanmar zu besuchen. Dass sich dies als schwieriger herausstellen würde, konnten wir kaum glauben. Gab es doch mittlerweile für jedes Land dieser Erde einen Reiseführer. Leider wurden wir in unserem Gastland [China], in dem wir leben, enttäuscht. Erlebe-fernreisen hat uns jedoch dabei geholfen, einen ersten Eindruck über Myanmar zu bekommen.

    Schon bei der Ankunft in Yangon wurden wir nicht nur von dem schwül-warmen Wetter, sondern auch von lauter lächelnden Menschen empfangen. Wir sahen Männer in traditionellem Gewand, dem Wickelrock, viele Mönche und ein paar wenig “andere” Menschen am Flughafen. Der Yangoner Flughafen ist klein und heimelig, ein gültiges Visum vorausgesetzt, benötigt man nicht lange für die Einreiseformalitäten. Während unseres Aufenthaltes in Myanmar haben wir immer wieder festgestellt, dass die Informationen aus dem Internet, zum Beispiel die Reiseberichte über Erfahrungen in Myanmar, etc. teilweise überholt sind. In einem Land, das erst vor kurzem seine Türen geöffnet hat, verändert sich vieles sehr schnell.

     

    Koloniale Bauten in Yangon

    Prunkvolle Bauten aus der Kolonialzeit in Yangon

    Und so erwartete uns unser Führer Aung mit einem strahlenden Lächeln. Er geleitete uns zu unserem Hotel in der Innenstadt und gab uns die ersten Informationen. Im weiteren Verlauf unserer Reise lernten wir Aung als gebildet, sehr gut informiert – vor allem auch in religiösen Dingen bewandert (er hatte bereits als Mönch gelebt) und sehr verliebt in sein Land, kennen.

    An unserem Anreisetag hatten wir ausreichend Zeit, Yangon schon auf eigene Faust zu entdecken und Stadt und Menschen kennen zu lernen. Wir streiften durch die Stadt, besuchten einen Markt, bestaunten alte Kolonialbauten, sahen die erste Pagode, jede Menge Kirchen und Moscheen. Yangon ist – wie wir fanden – sehr übersichtlich, aber auch sehr einfach. Straßen sind teilweise nicht asphaltiert. Gebäude sind von der extremen Luftfeuchtigkeit schwarz und sehen schäbig aus. Davon sollte man sich nicht abhalten lassen. Mit dem richtigen Schuhwerk und tropentauglicher Kleidung ist das alles kein Problem. Hinter all der Schäbigkeit erkennt man die wunderschönen alten Bauten aus der Kolonialzeit und wir gerieten sehr schnell ins Träumen.

     

    tägliche Almosengang

    Mönche beim täglichen Almosengang

     

    Da wir in der Regenzeit reisten (Juni), waren wir natürlich auch gespannt wie oft es denn regnen würde und wie lange. Während unseres gesamten Aufenthaltes hat es jeden Nachmittag heftig geregnet. Manchmal eine Stunde, manchmal auch drei. Da unser Tagesprogramm überwiegend am Vormittag stattfand, hat uns dies nicht weiter beeinträchtigt und wir konnten tolle Erfahrungen in Myanmar sammeln. Bei einem Mittagsschläfchen oder einer überdachten Terrasse mit einem Drink lässt sich der Regen auch sehr leicht ertragen.

    Nachdem wir also am ersten Tag ein wenig die Atmosphäre, Sitten und Gebräuche in uns aufgenommen haben, erwartete uns am nächsten Morgen Aung mit strahlendem Lächeln. Der Tag sollte mit einem typischen Frühstück starten. Da dies aus einer Art Frischsuppe bestand, hatten wir vorsichtshalber eine Kleinigkeit vorher gegessen. Wir waren skeptisch. Wie sich herausstellte, war diese Fischsuppe äußerst delikat, mit Nudeln und diversen anderen Kleinigkeiten und so weit entfernt von der Fischsuppe unserer Heimat wie nur irgendwas. Wir haben uns an anderen Tagen unserer Reise danach gesehnt. Im Anschluss besuchten wir einen lokalen Markt und bestaunten diverse heimische Spezialitäten. Wir kauften Bananen, um sie den umherstreifenden Mönchen zu geben und erfreuten uns an der Farbenpracht.

     

    Das Gelände der Shwedagon Pagode

    Das weitläufige Gelände der Shwedagon Pagode

     

    Weiter, vorbei an Schnitzereien, riesigen Blumenständen und einem Schlangenkampf zwischen Frosch und Kobra (leider konnten wir nicht in Erfahrung bringen, wer später der Gewinner war…) ging es in Richtung Shwedagon Pagode mit ihren monumentalen Treppenaufgängen. Unser Weg führte uns vorbei mehreren kleinen Klöstern, von denen wir eines besuchten, um dort mit dem sogenannten Chef des Klosters zu sprechen.. Später stelle sich heraus, dass Aung dort eine Weile verbracht hatte. Weiter stiegen wir hinauf in Richtung Pagode. Oben angekommen, erwartete uns eine wahrhaft prächtige Anlage auf ca. 5 ha. Atemberaubend, mystisch, heilig, prächtig und imposant. Wir verbrachten dort den gesamten Vormittag, lernten alles über die Pagode, diverse Buddhastatuen, vergoldeten einen Buddha, bestaunten Eremiten, Mönche und Menschen aller Art, die Buddha Respekt zollten. Ein berauschender Vormittag. Damit nicht genug, besuchten wir einen Wahrsager, der uns am Ende mitteilte, mit welchen Pflanzen und Blumen (und in welcher Menge) wir Buddha huligen können.

     

    der goldene Felsen im stimmungsvollen Licht

    Der goldene Felsen in der Abenddämmerung

    Am dritten Tag erwartete uns Aung mit einem Auto und Fahrer und los ging unsere Reise zum Golden Rock. Wir hatten im Hotel ausgecheckt und einen kleinen Rucksack für eine Nacht gepackt. Ca. 4, 5 Stunden fuhren wir in Richtung Süden nach Bago und weiter Richtung Gebirge. Unterwegs – mit Besuch von heiligen Bäumen und einem Kriegsgräberdenkmal – konnten wir die Landschaft und das Leben in diversen kleinen Städten bestaunen. Angekommen im sogenannten Base Camp haben wir unsere Reise in einem offenen Lkw fortgeführt. Dort wurden wir auf kleinen Pritschen zusammengequetscht und harrten solange aus, bis der Lkw voll besetzt war. Irgendwann konnten wir starten und dann hieß es nur: festhalten und den Bewegungen des Lkw folgen. In der Mitte sitzend gab es nur Halt durch andere Passagiere. Glücklicherweise waren Mönche mit von der Partie, wir waren also sicher. Die Fahrt ging steil bergauf und wir können nur sagen, dass dies ein einmaliges Erlebnis war  (es sollten noch weitere folgen und wir denken auch heute noch gerne an diese Erfahrungen in Myanmar zurück). Immer weiter steil hinauf in den Berg für ca. 1 Stunde. Unterwegs wurden noch weitere Passagiere aufgenommen oder abgesetzt. Je höher wir kamen, je kühler wurde es. Oben angekommen verschwanden wir leider in einer großen Wolke, die uns keinerlei Blick in die Umgebung freigab.

    Leider hat sich dann später die Wolke vollends entladen und es regnete in Strömen. Wir nutzten auch dieses Mal die Zeit zum Ausruhen. Verabredet zum Sonnenuntergang, um den goldenen Felsen zu besuchen, machen wir uns trotz leichtem Regen und noch immer vollends in einer dichten Wolke, auf zu besagtem und berühmtem Felsen. Die mystische Umgebung passte zum Ort.

     

    Bahnhof bei Bago

    Der Bahnhof in Bago – “eine Zeitreise in die 20iger Jahre”

    Am folgenden Tag, nach einem sehr frühen Frühstück bestiegen wir wieder den Lkw. Dieses Mal ging es bergab. Sehr steil bergab. Nach kurzer Zeit waren wir aus der Wolke heraus und hatten wieder freie Sicht. Diese Fahrten möchten wir nicht missen. Im Base Camp angekommen, erwartete uns schon unser Fahrer und wir fuhren zurück nach Bago. In Bago haben wir ein Kloster mit Klosterschule besucht und zugesehen, wie sich ca. 400 Mönche in einer Reihe zur Essensaufnahme aufreihten. Ein großes Spektakel.

    Unsere Reise sollte ein wenig später mit der Bahn weitergehen. Dafür mussten wir jedoch erst einmal sehen, ob diese auch fuhr und wir brauchten Fahrkarten. Schon der Bahnhof war eine Zeitreise zurück in die 20iger Jahre. Wir waren kaum darauf gefasst, so etwas vorzufinden und kamen aus dem Stauen nicht mehr heraus. Den Fahrkartenschalter betraten wir durch die Hintertür, während vorne die Menschen angestanden haben. Wir haben es live aus Verkäufer-Sicht erlebt, dem Buchalter mit seinem großen Buch zugesehen, wie er Zahlen eintrug, die altertümlichen Telefone bestaunt und vor dem Vorkriegsmodell eines Mikrofons die Augen aufgerissen.

     

    Gewürze auf dem Markt in Yangon

    Farbenfrohe Gewürze auf dem Markt von Yangon

    Unser Zug war ebenfalls aus einer anderen Zeit. Nachdem er sich einigermaßen in Bago entleert hatte, haben wir unsere Plätze eingenommen. Mit Fenstern ohne Scheiben fuhren wir durch eine wunderschöne Landschaft. Wir wurden bestaunt, belächelt und Kinder suchten den Körperkontakt. Laut schwatzend unterhielten sich alle, essend, trinkend und Lebensmittel austauschend. Unterwegs überraschte uns ein heftiger Schauer und wir ließen die Metall-Rollläden der Fenster herunter. Wir verharrten ein wenig in totaler Dunkelheit, bis der Regen nachließ und alle Rollläden wieder hochgeschoben wurden.

    In Yangon angekommen endete unser 2-Tages-Ausflug. Wir waren fast ein wenig traurig und bis unter die Haarwurzeln voller Eindrücke. Wir können sagen, dass man in diesen 2 Tagen einen sehr guten Eindruck vom Land erhält und dieser Baustein ideal ist, wenn man, so wie wir, nicht so viel Zeit hat und trotzdem so viele Erfahrungen wie möglich in Myanmar sammeln möchte. Aber auch mit mehr Zeit, wären diese 2 Tage ein einmaliges Erlebnis! Aus heutiger Sicht kann man sagen, dass Myanmar ein phantastisches Land ist. Die Menschen sind außerordentlich freundlich, hilfsbereit und ruhig, was auch das Reisen im Land sehr entspannt macht.

    Ein wenig mehr Vorbereitung als sonst vielleicht üblich, ist dringend nötig. Reiseberichte von Reisenden können wir nur empfehlen. Da wir als westliche Touristen oft nicht mehr die Regeln kennen, empfehlen wir auch die Do & Don’t-Broschüre bei Ankunft zu lesen und zu befolgen. Wir hatten einmalige 5 Tage in Myanmar und kommen gerne zurück.

     

    Myanmar Reisebericht von Birgit und Christoph S.

     

    Mithilfe unserer abwechslungsreichen Bausteine können Sie Ihre eigene individuelle Myanmar-Reise zusammenstellen.